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Viele Menschen nutzen den Hausnotruf

21.01.2015 14:29 -

Viele Menschen nutzen den Hausnotruf

Soziales Angebot des Deutschen Roten Kreuzes: Rund um die Uhr ist sofort Hilfe abrufbar – Betreuer installieren Geräte

Von unserem Redakteur Frank Blum

M Kreis Neuwied. Karl-Heinz Pieper, der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Neuwied, ist sich sicher: „Dieses System rettet Leben.“ Er spricht vom Hausnotruf des DRK. Dem vertrauen bereits 1456 Haushalte. Das Deutsche Rote Kreuz ist damit laut Pieper mit Abstand der größte Anbieter im Kreis. Zudem bieten der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter Unfallhilfe und ...

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private Pflegedienste das System an, das „mit gehörigem Aufwand“ (Pieper) betrieben wird.

Seit 1989, also seit mehr als 25 Jahren, bietet das DRK, wie Karl-Heinz Pieper es nennt, „Sicherheit mit modernster Technik“ an. Und wie funktioniert sie? Eine mobile Station wird in der Nähe der Telefonanlage installiert, ein Armband oder eine Halskette verbindet den Kunden mit dieser Anlage. Die Zeiten, in denen man noch einen unförmigen Brustbeutel tragen musste, sind längst vorbei, berichtet der Fachmann.

Den großen Vorteil des Systems sieht der Kreisgeschäftsführer in der Tatsache, dass Menschen so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung bleiben können. „Die Hilfe auf Knopfdruck gibt Kunden wie deren Angehörigen ein Gefühl der Sicherheit – und das 24 Stunden am Tag“, betont er. „Denn viele Kinder mit Eltern im höheren Lebensalter kennen das ungute Gefühl beim Gedanken an den allein in der Wohnung lebenden Vater oder die Mutter, wenn deren Gesundheit zu wünschen übrig lässt.“ Pieper erläutert die einzelnen Glieder der Signalkette: Stürzt beispielsweise eine Person, drückt sie den Knopf an Armband oder Kette und wird sofort mit der Hausnotrufleitstelle verbunden. Die sitzt für ganz Rheinland-Pfalz in Mainz. Ein halbes Dutzend Mitarbeiter betreut dort rund 22 000 Teilnehmer. Sie fragen nach, welche Art der Hilfe benötigt wird. In einem minderschweren Fall reicht es, Kinder oder Nachbarn zu benachrichtigen. Die Telefonnummern von bis zu drei Bezugspersonen sind im Hausnotrufsystem hinterlegt. Ist niemand rasch greifbar, kümmern sich auch DRK-Mitarbeiter um den Gestürzten. „Das gehört zum Service“, sagt Pieper.

Erhalten die Mainzer Mitarbeiter, denen auch ein Datenblatt über die Krankheiten und die Medikation des Kunden vorliegt, keine Antwort, so alarmieren sie sofort die zuständige Rettungsleitstelle – für den Kreis Neuwied ist das Montabaur. Dort sitzen ausgebildete Kräfte, die sofort über die weiteren zu treffenden Maßnahmen wie Notarzt oder Rettungswagen entscheiden. „Das liegt alles in Händen von Profis“, unterstreicht Karl-Heinz Pieper. Er weist darauf hin, dass die Installation des Notrufs alles andere als kompliziert ist. Im Grunde hat der Kunde kaum etwas damit zu tun. Das DRK hat einen eigenen Betreuer, der das Gerät mit den Nummern von Leitstelle und Bezugspersonen programmiert, an die Telefonanlage installiert und einen Probealarm durchführt. Das ist alles.

Wer in einer Pflegestufe ist, kommt sogar ohne Kosten aus – falls er auf Zusatzleistungen wie Versicherungen oder Schüsselaufbewahrung verzichtet. Die Pflegekassen haben laut Pieper mit den Wohlfahrtsverbänden eine Vereinbarung getroffen: Sie zahlen für den Hausnotruf 18,36 Euro pro Monat, die Erstinstallation ist kostenfrei. Ein wahrlich geringer Betrag, der Leben retten kann.

RZ Linz, Neuwied vom Mittwoch, 21. Januar 2015, Seite 11

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