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Rotes Kreuz: Guter Start fürs neue Ersthelfersystem

08.03.2013 18:20 -

M Engers/Heimbach-Weis. Erfolgreicher Start für die neue „First Responder“-Gruppe des Engerser Rot-Kreuz-Ortsvereins. Allein im Februar, dem ersten Monat seit Einführung, sind die Freiwilligen in Engers und Heimbach-Weis zu 42 Einsätzen gerufen worden. 41 Mal konnten sie schnell helfen und lediglich ...


Retter „First-Responder“ schon im ersten Monat zu 42 Einsätzen gerufen


Von unserem Redakteur

Ulf Steffenfauseweh



M Engers/Heimbach-Weis. Erfolgreicher Start für die neue „First Responder“-Gruppe des Engerser Rot-Kreuz-Ortsvereins. Allein im Februar, dem ersten Monat seit Einführung, sind die Freiwilligen in Engers und Heimbach-Weis zu 42 Einsätzen gerufen worden. 41 Mal konnten sie schnell helfen und lediglich einmal nicht ausrücken. Das macht eine Quote von 98 Prozent.
 
Bis zur Einführung des neuen und zusätzlichen „Helfer-vor-Ort“-Systems hat es allerdings gedauert: Die Idee ist zehn Jahre alt, die konkrete Umsetzung sollte vor zwei Jahren angegangen werden. DRK-Bereitschaftsleiter André Hoffmann zeigte sich dennoch zufrieden: „Es war ein zäher Verwaltungsakt, aber nun haben wir den Start geschafft“, meinte er bei der Vorstellung in den Ortsbeiräten von Engers und Heimbach-Weis.
 
Er konnte dort zudem berichten, dass der DRK-Ortsverein – auch wenn die Stadt keine Kosten für die First Responder übernimmt – in der Lage war, ein drittes Fahrzeug anzuschaffen. Als Ergänzung des Fuhrparks soll ein kleiner, wendiger Opel Mokka genau den Erfordernissen der „schnellen Truppe“ dienen, weil mit ihm auch unwegsame Stellen – zum Beispiel in den Rheinanlagen – zügig angefahren werden können.
 
Der klassische Einsatzfall für die „First Responder“ ist das jedoch nicht. Denn hinter dem System steckt vor allem die Idee der Nachbarschaftshilfe. Daher rücken die mit einer Basisausrüstung ausgestatteten Freiwilligen in der Regel von zu Hause aus. So können sie optimal ihre Geschwindigkeitsvorteile ausspielen und sind schon drei bis fünf Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle.
 
André Hoffmann berichtete, dass die Helfer damit in Engers durchschnittlich sieben Minuten vor dem Rettungsdienst beim Hilfesuchenden sind, wenn sie von Daheim aufbrechen können. In Heimbach-Weis seien es trotz bislang knapper Besetzung immerhin noch sechs Minuten. Müssen die Retter vom DRK-Heim aus losfahren, betrage der Zeitvorteil bis zur Übernahme durch den regulären Rettungsdienst noch zwischen einer und fünf Minuten.
 
Und im Notfall ist schnelle Hilfe das Wichtigste: Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand beispielsweise sinkt die Überlebenschance pro Minute ohne Wiederbelebungsmaßnahmen um zehn Prozent, wusste Hoffmann zu berichten.
 
Diese Hilfe lässt sich der Verein, der im Gebiet des alten Amtes Engers über rund 700 Fördermitglieder verfügt, einiges kosten: Ein einfacher Einsatz schlägt laut Hoffmann im Schnitt mit 8 Euro zu Buche (allein 4,50 Euro für die Alarmierung), handelt es sich um eine Reanimation werden im Normalfall gleich 120 Euro fällig. Schließlich dürfen die meisten Gerätschaften lediglich einmal eingesetzt werden. Doch das spielt nur eine Nebenrolle. Denn die DRK-Verantwortlichen sind sich – nicht nur wegen des erfolgreichen Starts – absolut einig, dass es sich um gut investiertes Geld handelt.
 
RZ Linz, Neuwied vom Freitag, 8. März 2013, Seite 16

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