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Leitstelle koordiniert 135 000 Alarmierungen

01.02.2013 18:22 -

M Kreis Neuwied. Die Zahl der von der Integrierten Leitstelle Montabaur zu koordinierenden Einsätze des Rettungsdienstes und der Feuerwehren in den vier Kreisen Neuwied, Altenkirchen, Rhein-Lahn und Westerwald steigt Jahr für Jahr an. „Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Alarmierungen die Marke von 130 000 weit überschritten“, stellt Hubertus Sauer, Geschäftsführer der gemeinnützigen Rettungsdienst Rhein-Lahn-Westerwald GmbH des Deutschen Roten Kreuzes als Betreiberin der Leitstelle fest. 2011 waren knapp 128 000 Alarme ...


Rettungsdienst Rund 350 hauptamtliche Mitarbeiter des DRK versorgen von 25 Wachen aus 630 000 Bürger in vier Kreisen
 

Von unserem Redakteur Markus Müller



M Kreis Neuwied. Die Zahl der von der Integrierten Leitstelle Montabaur zu koordinierenden Einsätze des Rettungsdienstes und der Feuerwehren in den vier Kreisen Neuwied, Altenkirchen, Rhein-Lahn und Westerwald steigt Jahr für Jahr an. „Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Alarmierungen die Marke von 130 000 weit überschritten“, stellt Hubertus Sauer, Geschäftsführer der gemeinnützigen Rettungsdienst Rhein-Lahn-Westerwald GmbH des Deutschen Roten Kreuzes als Betreiberin der Leitstelle fest. 2011 waren knapp 128 000 Alarme koordiniert worden, vor zehn Jahren gerade mal 85 000. Von den Alarmierungen her ist Montabaur mit etwa 135 000 im vergangenen Jahr nach Ludwigshafen und Rheinhessen der drittgrößte Rettungsdienstbereich in ganz Rheinland-Pfalz.
 
Nach der zu betreuenden Fläche (3035 Quadratkilometer, auf denen 630 000 Menschen leben) liegt die Integrierte Leitstelle Montabaur hinter dem Bereich Trier sogar auf dem zweiten Platz und nach Anzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter im Rettungsdienst (rund 350) sogar an der Spitze. Dazu kommen die etwa 27 Disponenten der Leitstelle, deren Zahl aufgrund der steigenden Belastung in den vergangenen Jahren immer mehr aufgestockt wurde. Die Leitstelle betreut 25 Rettungswachen: fünf im Kreis Altenkirchen, sechs im Kreis Neuwied sowie je sieben in den Kreisen Westerwald und Rhein-Lahn. Die 131 935 Alarmierungen 2012 verteilten sich wie folgt auf die Kreise: Neuwied 43 201, Westerwald 39 245, Altenkirchen 25 369 und Rhein-Lahn 24 120.
 
Gut die Hälfte der Rettungsdienst-Einsätze wird mit den 41 Krankentransportwagen gefahren, gut ein Viertel der Einsätze mit einem der mittlerweile 30 Rettungswagen (eingesetzt als Rettungs- oder Notarztwagen). Dazu kommen dann noch rund 15 000 Fahrten der zwölf Notarzteinsatzfahrzeuge und leider auch etwa 10 000 Fehleinsätze oder blinde Alarme. Bei Bedarf können von der Leitstelle zusätzlich die Helfer und Fahrzeuge von 55 DRK-Ortsvereinen alarmiert werden.
 
Daneben bewältigen die Leitstellen-Disponenten des DRK aber auch noch die Erstalarmierung von 475 Feuerwehreinheiten, 43 Feuerwehreinsatzzentralen und vier Ortsverbänden des Technischen Hilfswerks. „Das waren im vergangenen Jahr 3044 Alarmierungen“, stellt der stellvertretende Teamleiter und Qualitätsbeauftragte Peter Zimmermann fest. Sie verteilten sich auf die Kreise wie folgt: Neuwied 960, Westerwald 940, Rhein-Lahn 585 und Altenkirchen 559. „Aber das sind im Schnitt nur gut acht pro Tag gegenüber im Durchschnitt täglich mehr als 360 Rettungsdiensteinsätzen.“ Dennoch müssen alle Disponenten in der Lage sein, beide Bereiche professionell zu betreuen.
 
Deshalb sind alle nicht nur als Rettungsassistenten ausgebildet, sondern haben auch mindestens eine Feuerwehr-Grundausbildung und die Qualifikation als Gruppenführer hinter sich. „Viele unserer Leute sind auch ehrenamtlich aktive Feuerwehrmänner“, berichtet Sauer nicht ohne Stolz. „Unser Leitstellen-Disponent Tobias Elster ist zum Beispiel Wehrleiter in der Verbandsgemeinde Betzdorf.“ Sauer und Zimmermann erläutern, dass den Disponenten in der mehr als 200 Quadratmeter großen Integrierten Leitstelle neun voll ausgestattete Arbeitsplätze mit je vier Monitoren, einem Touchscreen und Headset mit Telefon, von denen drei Masterarbeitsplätze sind, zur Verfügung stehen. Dazu kommt eine Medienwand mit vier Großflachbildschirmen und zwei weiteren Großflachbildschirmen für die hinteren Arbeitsplätze. Für den Fall eines Stromausfalls steht ein 80-kVA-Aggregat zur Verfügung.
 
RZ Linz, Neuwied vom Freitag, 1. Februar 2013, Seite 15

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