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DRK appelliert: Wissen über Erste Hilfe auffrischen

25.03.2013 18:06 -

M Neuwied. Genau 6300 Menschen haben im vergangenen Jahr im Kreis Neuwied im Rahmen ihrer Führerscheinprüfung einen Erste- Hilfe-Lehrgang absolviert. Bei den meisten ist es allerdings schon viel länger her, dass sie die sogenannten „lebensrettenden Maßnahmen am Unfallort“ erlernt beziehungsweise aufgefrischt haben. Beim Erste-Hilfe-Aktionstag des DRK- Kreisverbandes auf dem Neuwieder Luisenplatz konnte am Samstag jeder sein Notfallwissen auf den Prüfstand stellen.


Aktionstag OB Nikolaus Roth ging mit gutem Beispiel voran


Von unserer Mitarbeiterin

Beate Christ



M Neuwied. Genau 6300 Menschen haben im vergangenen Jahr im Kreis Neuwied im Rahmen ihrer Führerscheinprüfung einen Erste- Hilfe-Lehrgang absolviert. Bei den meisten ist es allerdings schon viel länger her, dass sie die sogenannten „lebensrettenden Maßnahmen am Unfallort“ erlernt beziehungsweise aufgefrischt haben. Beim Erste-Hilfe-Aktionstag des DRK- Kreisverbandes auf dem Neuwieder Luisenplatz konnte am Samstag jeder sein Notfallwissen auf den Prüfstand stellen.
 
Aus Anlass des 150-jährigen Bestehens des Deutschen Roten Kreuzes, das in Rheinland-Pfalz mit 80 verschiedenen Veranstaltungen auf seine Arbeit aufmerksam machte, konnten sich auch die Bürger von Neuwied über das Leistungsspektrum informieren. Und weil gerade die Erste Hilfe eines der großen Themen des Roten Kreuzes ist, rückten die vielen ehrenamtlichen Helfer aus dem Kreis die stabile Seitenlage, Maßnahmen zur Wiederbelebung oder die Wundversorgung in den Mittelpunkt.
 
Auch der Neuwieder Oberbürgermeister Nikolaus Roth ließ es sich nicht nehmen, eine Herz-Lungen-Wiederbelebung vor Ort zu üben. Als Schirmherr des Aktionstages dankte er den Rotkreuzlern für ihr vielfältiges Engagement. „Allein in der Stadt Neuwied finden wir ein breites Leistungsspektrum des DRK vor“, lobte Roth die haupt- und ehrenamtlichen Helfer, die ihren Einsatz in den Dienst am Nächsten stellen. DRK- Landespräsident und Landrat Rainer Kaul: „Wir wollen keine Jubelveranstaltung machen, sondern uns den Menschen so zeigen, wie wir sind.“ Die Erste Hilfe sei ein originärer Themenschwerpunkt im DRK, das sich zu einer nationalen Hilfsorganisation entwickelt habe.
 
Laut einer Umfrage von DRK und ADAC trauen sich 73 Prozent der Menschen zu, Erste Hilfe leisten zu können, 46 Prozent der Befragten gaben an, die stabile Seitenlage zu beherrschen, und 41 Prozent wissen bei einem Atemstillstand zu helfen. Rainer Kaul sieht diese Zahlen allerdings mit Vorsicht. „Die Bereitschaft zur Hilfe ist groß, aber bei den praktischen Fähigkeiten hapert es gewaltig“, sagte er. Kaul weiß, dass der Erste-Hilfe-Kurs für die meisten Menschen mehr als zehn Jahre zurückliegt. Deshalb appellierte der DRK-Präsident, das Wissen alle fünf Jahre aufzufrischen.
 
Wer sich auf dem Luisenplatz mit den Grundlagen der lebensrettenden Sofortmaßnahmen auseinandersetzte, der erfuhr im Übrigen, dass es nur einen einzigen Fehler gibt, den man beispielsweise bei einer Wiederbelebung machen kann. Und dieser ist, nichts zu tun. Um aber auf Nummer sicher zu gehen, bietet das Rote Kreuz immer wieder aufs Neue Erste-Hilfe- Kurse an. Und das Thema „Leben retten“ hört beim DRK-Kreisverband nicht bei der Mund-zu-Mund-Beatmung auf: Beim Aktionstag in der Neuwieder Stadtmitte informierten die Helfer zudem über den Hausnotruf, der im Kreis Neuwied bereits 1300 Menschen Sicherheit gibt.
 
Ein weiteres großes Aufgabenfeld ist und bleibt der Blutspendedienst. „Im letzten Jahr konnten wir 11 000 Spender zählen“, berichtete Blutspendereferent Jörg Backhaus. Das entspricht 6,1 Prozent der Bevölkerung. Damit liegt die Blutspendebereitschaft im Kreis Neuwied erfreulicherweise höher als im gesamten Land Rheinland- Pfalz. Hier sind es im Durchschnitt nämlich 4,7 Prozent.
 
RZ Linz, Neuwied vom Montag, 25. März 2013, Seite 10

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