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Dalpke: Wir bieten ein besonderes Gemeinschaftserlebnis

22.03.2013 18:08 -

M Neuwied. Im Vorfeld des Aktionstags sprachen wir mit dem DRK-Kreisvorsitzenden Klaus Dalpke und Kreisgeschäftsführer Karl-Heinz Pieper.

Herr Dalpke, das Rote Kreuz übernimmt im Kreis Neuwied zahlreiche Aufgaben, engagiert sich im Sanitätsdienst, im Katastrophenschutz und im Blutspendedienst. Wie finanzieren Sie Ihre Arbeit?
 
Dalpke: Eine ganz wichtige finanzielle Säule sind unsere 11 500 Fördermitglieder. Ohne deren Förderbeiträge könnten wir unsere Arbeit nicht finanzieren. Daher ist es auch so wichtig, dass wir alle zwei Jahre eine groß angelegte...


Interview Führungsteam des DRK-Kreisverbands zur Lage des Vereins


M Neuwied. Im Vorfeld des Aktionstags sprachen wir mit dem DRK-Kreisvorsitzenden Klaus Dalpke und Kreisgeschäftsführer Karl-Heinz Pieper.
 


Herr Dalpke, das Rote Kreuz übernimmt im Kreis Neuwied zahlreiche Aufgaben, engagiert sich im Sanitätsdienst, im Katastrophenschutz und im Blutspendedienst. Wie finanzieren Sie Ihre Arbeit?
 
Dalpke: Eine ganz wichtige finanzielle Säule sind unsere 11 500 Fördermitglieder. Ohne deren Förderbeiträge könnten wir unsere Arbeit nicht finanzieren. Daher ist es auch so wichtig, dass wir alle zwei Jahre eine groß angelegte Werbekampagne durchführen, um weitere Personen als Fördermitglieder zu gewinnen.
 
Pieper: Wichtig sind für uns auch die Einnahmen aus den Kleidersammlungen. Wir haben im Kreisgebiet 90 Container aufgestellt, in die die Bürger jedes Jahr rund 380 Tonnen Kleidung einwerfen. Diese verkaufen wir zum großen Teil, gut erhaltene Kleidung bieten wir in unseren vier Kleiderkammern in Rengsdorf, Bad Hönningen, Unkel und Puderbach an. Wichtige Erlöse erzielen wir ferner über unser Angebot des Haus-Notrufs. Rund 1300 Teilnehmer nutzen dieses Angebot bislang, das ihnen ermöglicht, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Mit dieser Nutzerzahl sind wir Platz drei in Rheinland-Pfalz. Weitere Einnahmen erzielen wir beispielsweise mit unserem Blutspendedienst, bei dem der jeweils ausrichtende Ortsverein eine Entschädigung erhält.
 


Neben den Fördermitgliedern spielt bei Ihnen sicher auch die Jugendarbeit eine große Rolle. Auf welche Weise versuchen Sie, Kinder und Jugendliche für das Rote Kreuz zu gewinnen?
 
Dalpke: Wir bieten den jungen Leuten ein besonderes Gemeinschaftserlebnis. Sie unternehmen in unseren Jugendrotkreuz-Gruppen sehr viel und wachsen langsam in die Arbeit des Katastrophenschutzes oder des Sanitätsdienstes hinein. Nicht zuletzt ist die Tätigkeit auch für alle spannend, die technisch interessiert sind. Unsere modernen Fahrzeuge üben schon eine gewisse Faszination aus. Im Übrigen hängt es vom jeweiligen Jugendgruppenleiter ab, wie sehr er die Kinder für die Arbeit des DRK begeistern können.
 
Pieper: Wir achten daher sehr stark darauf, dass unsere Gruppenleiter gut ausgebildet sind. Die Gleichung lautet: Gute Gruppenleiter gleich gute Gruppen. Ein besonderer Höhepunkt ist jedes Jahr der Kreiswettbewerb, bei dem sich die einzelnen Jugendrotkreuz-Gruppen messen. Sport, Spiel, Spannung: Darum geht es dabei, und unsere derzeit 127 jungen Mitglieder haben großen Spaß daran.
 


Wer beim DRK aktiv mitmacht, hat ja durchaus ein zeitintensives Ehrenamt, oder?

Dalpke: Ja, das kann man so sagen. Jede Woche gibt es in den Ortsvereinen den Bereitschaftsabend, bei dem unter anderem die einzelnen Dienste abgesprochen werden. Unsere aktiven Mitglieder leisten ja bei diversen Veranstaltungen den Sanitätsdienst, etwa bei Fußballspielen, bei Altenfeiern oder Stadtfesten. An diesen Abenden wird aber auch der Gemeinschaftssinn gestärkt. Man darf auch die Fahrzeugpflege nicht vergessen. Und an den Wochenenden sind dann viele Rotkreuzler bei Veranstaltungen im Einsatz. Hinzu kommt unser Engagement im Rettungsdienst und in der Breitenausbildung. Wir haben 30 ehrenamtliche Ausbilder im Einsatz, die beispielsweise die Erste-Hilfe-Ausbildung im Vorfeld der Führerscheinprüfung durchführen.
 


Es gibt inzwischen weitere Angebote des DRK-Kreisverbands, die es so früher nicht gab. Dazu zählt auch der Haus-Notruf. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
 
Pieper: Durchweg sehr gute. Der Service wird sehr gut angenommen und ist für die Nutzer eine wertvolle Hilfe. Der Hausnotruf ist vor allem für alleinstehende Senioren, Behinderte, Kranke und pflegende Familienangehörige gedacht und entlastet die Angehörigen. Neu ist unser Haushaltsservice. Unsere Mitarbeiter helfen dabei, die Hausarbeit zu erledigen, erledigen Arbeiten rund ums Haus und übernehmen auf Wunsch auch die Einkäufe. Dieser Service wird von noch wenigen Kunden genutzt; er ist also im Aufbau befindlich. Recht neu im Angebot haben wir zudem betreute Reisen, die wir in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Westerwald durchführen. Wir bieten dabei umfassende Betreuung für alle, die körperlich nicht mehr hundertprozentig fit sind. Sie sehen also: Das Rote Kreuz entwickelt sich auch nach 150 Jahren immer weiter.
 


Die Fragen stellte

Marcelo Peerenboom

RZ Linz, Neuwied vom Freitag, 22. März 2013, Seite 26

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